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Seite drucken - Surfen wie Börsenprofis - Online-Infos für Anleger

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Allgemeines => Links und mehr... => Thema gestartet von: Nike am 23. Juli 2007, 06:20:14



Titel: Surfen wie Börsenprofis - Online-Infos für Anleger
Beitrag von: Nike am 23. Juli 2007, 06:20:14
Frankfurt/Main/Berlin (dpa/tmn) - Schneller und aktueller gibt es nirgends Börsenkurse und Wirtschaftsnachrichten: Wer als Anleger auf Zack sein will, kommt am Internet nicht vorbei.

Produktdatenbanken und Analysewerkzeuge erleichtern viele Entscheidungen, und die Börsenkurse gibt es online sowieso. Anleger fahren mit Infos aus dem Netz aber besser, wenn sie sich schon ein wenig auskennen. Denn es mangelt auch nicht an Gerüchten und angeblich «heißen Tipps».

«Das Internet ist inzwischen ein ganz natürliches Medium, um sich über die Börse zu informieren», sagt Gerrit Fey vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) in Frankfurt. Auch der Bundesverband deutscher Banken in Berlin sieht in den Möglichkeiten des Internets Chancen für Einsteiger: «Man kann sich online sehr gut Basiswissen aneignen», sagt Sprecher Thomas Schlüter. «Anleger haben heute Zugang zu einer gewaltigen Menge von Daten, die früher nur Profis zur Verfügung stand», fügt Roland Aulitzky, Finanzexperte der Stiftung Warentest in Berlin, hinzu.

Grundlegendes zur Geldanlage vermittelt zum Beispiel die Ratgeberseite «infos-finanzen.de» des Bankenverbands. Erfahrenere Anleger steuern auf der Suche nach Datenfutter aber meist Firmenwebsites oder Diskussionsforen an, und noch mehr Kurse, Nachrichten und Analysen gibt es meist auf den Seiten von Börsenbetreibern und den permanent aktualisierten Finanzportalen.

Zu den bekanntesten Adressen zählen www.onvista.de , www.wallstreet-online.de , www.ariva.de und www.finanztreff.de . Auch die Seiten von Onlinebanken und -brokern bieten oft jede Menge Marktdaten. «Was das Spektrum an Informationen angeht, sind Finanzportale generell unschlagbar», sagt Roland Aulitzky. Neben der Fülle von Informationen seien ihr weiterer Vorteil die Produktdatenbanken. Sie ermöglichen mit wenigen Mausklicks Vergleiche von Tausenden Aktien, Investmentfonds oder Zertifikaten.

Dabei helfen Analysewerkzeuge wie Wertpapier-Suchmaschinen, mit denen sich unter anderem Aktien mit der höchsten Dividendenrendite herausfiltern lassen. Praktisch seien auch Zins- und Renditerechner sowie gebündelte Analystenmeinungen, die mehr Orientierung als Einzelveröffentlichen bieten, sagt Aulitzky.

«Es sind aber auch die interaktiven Funktionen, die das Internet attraktiv machen», fügt Gerrit Fey hinzu. So lassen sich heute zum Beispiel mit virtuellen Depots die Portfolio-Entwicklungen verfolgen und mit so genannten Watchlists aussichtsreiche Wertpapiere ohne allzu viel Mühe beobachten. Eine Alarmfunktion per E-Mail teilt dann etwa automatisch mit, dass eine bestimmte Kursschwelle erreicht wurde. Und wer sich nur für bestimmte Finanzangebote interessiert, findet im Netz auch spezialisierte Seiten. So gibt es Angebote für Aktien, für Zertifikate oder Fonds.

«Auch in Foren erhält man so manchen Fakt», fügt Roland Aulitzky hinzu. Hier können Anleger mit Gleichgesinnten Hintergründe, Gerüchte und Ratschläge austauschen. Wer sich dort informiert, muss mit konkreten Tipps aber vorsichtig umgehen. Bei Kaufempfehlungen sollten laut Aulitzky die Alarmglocken schrillen: «Hier gilt größte Vorsicht». Bisweilen preisen Nutzer Papiere als Kursraketen an, die sie vorher gekauft haben und nun gezielt hochtreiben wollen, um danach rasch auszusteigen.»