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Seite drucken - Boliden rasen über 37,5-Meter-Parcours

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Allgemeines => Allgemeine Themen und News => Thema gestartet von: Nike am 02. November 2004, 08:14:38



Titel: Boliden rasen über 37,5-Meter-Parcours
Beitrag von: Nike am 02. November 2004, 08:14:38
s ist Renntag in Aplerbeck: Mit fast 350 Kilometern pro Stunde brettern die Sportwagen auf die Michelin-Kurve zu, als es passiert. Einer der Boliden verpasst den Bremspunkt und reißt die Konkurrenten scheppernd von der Strecke. Hoffentlich sind die Wagen in Ordnung.

Eiskalte Verkehrsrowdys machen den Dortmunder Süden hier aber nicht unsicher, vielmehr sind es ganz normale Familienväter, die einem ganz speziellen Hobby frönen: Carrera! Da schwingt "Weihnachten" und Formel-Eins-Atmosphäre mit. Wenn Uwe Pfaffenbach das hört, verdreht er die Augen: "Wir sind weder große Jungs, noch irgendwelche Mini-Schumis."

Seit drei Jahren jagt die Interessen-Gemeinschaft "Scale Racing Dortmund" ihre Modelle über die sechs Spuren der 37,5 Meter langen Bahn, hier finden Rennen statt mit richtigem Qualifying und computerunterstützter Zeitmessung.

Doch für Pfaffenbach und seine Kollegen geht es eigentlich um den Modellbau. Der fasziniert sie. Und eigentlich könnten sie auch Schiffe basteln, ganz ohne Rennen. "Der echte Kampf im Leben findet woanders statt", meint Dietmar Körner, und mischt Kunstharz und Härter in eine Silikonform. In zehn Minuten entsteht so eine neue Karosserie. Körner ist Zahntechniker und macht Ähnliches auch im Beruf: "Aber hier ohne Stress." Andere feilen derweil an ihren eigenen Modellen, ein fertiges würde hier niemand kaufen. Ein bisschen mehr Tempo lässt sich mit anderem Reifendurchmesser, einer anderen Übersetzung finden. "Feinwerk ist gefragt", erklärt Pfaffenbach.

Und Fingerspitzengefühl. Die Bahn ist wegen der langen Geraden auch für Anfänger geeignet, doch Übung macht auch hier den Meister. Nach einer technischen Überprüfung aller Wagen geht es nach dem Qualifying an den Start. Jetzt kommt auch bei den Modellbauern Rennatmosphäre auf, wenn erst die roten und schließlich die grünen Lampen aufflammen. Kurven, Senke, Bus-Stop-Schikane " mit den Fingern loten die Fahrer ihre Fahrzeuge aus. Hilfe für den Bremspunkt liefert die Landschaft auf der Modellplatte. Reifenstapel liefern Hinweise. Alle fünf Minuten wechseln die Autos die Bahn, jeder soll die gleichen Chancen haben. Doch vorsichtig, die Reifen lassen nach und verlieren an Grip. Doch das Driften macht natürlich mehr Spaß. "Wir fahren mit- und nicht gegeneinander", sagt Pfaffenbach. Tipps beim Basteln werden natürlich ausgetauscht. Vom Ehrgeiz zerfressen sein will keiner, Pokale gibt es eh nicht. Glitzern in den Augen kommt eher durch ein schönes Modell. Natürlich alles im Maßstab 1 zu 24. Mit der Umrechnung werden so auch aus den realen 13 km/h die 350 km/h, die manchem in der Michelin-Kurve zu schnell sind. Benjamin Legrand


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