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Seite drucken - Abwärme strömt unterirdisch

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Allgemeines => Allgemeine Themen und News => Thema gestartet von: Nike am 26. April 2005, 12:27:34



Titel: Abwärme strömt unterirdisch
Beitrag von: Nike am 26. April 2005, 12:27:34
KEMMINGHAUSEN - Auf einer Länge von 9 Kilometern verlegt die Dortmunder Energie und Wasser GmbH (DEW) eine Fernwärmeleitung vom Hafen bis nach Scharnhorst. Zurzeit wird die Kemminghauser Straße unterquert.

Um Behinderungen für den Verkehr zu vermeiden, verlegt die DEW die Leitungen unterirdisch durch einen 422 Meter langen Kanal.

Wenig Temperaturverlust

Die eigentliche Fernwärmeleitung wird in zwei Schutzrohre von je 450 Metern Länge eingezogen. Diese Kunststoffrohre haben einen Außendurchmesser von 63 cm. Das Stahlrohr, in dem die Wärmeleitungen verlaufen, ist ein Verbundrohr, das selbst noch einmal durch Polyurethan (PU)-Schaum gedämmt ist. "Die Fernwärme verliert auf den neun Kilometern nur sehr wenig Temperatur", erläutert DEW-Projektleiter Peter Huff. Mit einer Vorlauftemperatur von 130 Grad Celsius geht sie auf die Reise, mit 70 Grad kommt sie aus Scharnhorst zurück.

Die Fernwärme kommt von den Deutschen Gasrußwerken in Lindenhorst. Diese stellen Industrieruß für Reifen und Farben her. In diesem Herstellungsprozess entsteht Abwärme, die früher in elektrische Energie umgewandelt wurde. Die Nutzung als Fernwärme ist ein großer Beitrag zum Umweltschutz, werden doch auf diese Weise pro Jahr 20000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

6400 Haushalte

Empfänger der Energie ist das Heizwerk der Fernwärme Niederrhein am Sanderoth. Dieses beliefert 6400 Scharnhorster. Das große Bauprojekt war notwendig geworden, weil demnächst die Betriebsgenehmigung für das Derner Blockheizwerk, das die Scharnhorster bisher versorgte, ausläuft.

Die Baumaßnahme ist im Oktober 2004 begonnen worden, und im Oktober dieses Jahres soll sie fertig werden. Nach Angaben von Manfred Krüger, dem Abteilungsleiter für Netzbau der Dortmunder Energie und Wasser, werden die Kosten des gesamten Projektes ca. 9 Millionen Euro betragen. - u.b.