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Seite drucken - Pfarrer: "Mehr Beerdigungen als Taufen"

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Allgemeines => Evinger Nachrichten => Thema gestartet von: Nike am 29. September 2005, 13:26:52



Titel: Pfarrer: "Mehr Beerdigungen als Taufen"
Beitrag von: Nike am 29. September 2005, 13:26:52
Eving - Es ist eine ernste Situation in der sich die ev. Segenskirchengemeinde befindet. Das wissen jetzt auch die Gemeindemitglieder seit der Versammlung im Lutherhaus. Pastor Christoph Döhrer erklärte den rund 100 Teilnehmern, die gekommen waren, um ihre Gemeinde zu unterstützen, dass die Kassen leer sind. Für manch einen nichts Ungewöhnliches angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, doch nun sollen daraus auch Konsequenzen gezogen werden: Das Lutherhaus soll bis zum Sommer 2006 definitiv abgegeben werden. Die Aussicht auf Geldgeber steht bisher gut.

"Wir benötigen diesen vielen Platz einfach nicht mehr und immerhin kostet uns allein die Instandhaltung im Jahr 100000 Euro, ganz zu schweigen von den 500000 Euro, die in die Sanierung gesteckt werden müssten. Zu allem Überfluss wird die komplette obere Etage gar nicht mehr genutzt," erklärte Döhrer. Überlegungen gehen dahin, dass die Aktivitäten in die Kirche verlegt werden.

Einnahmen halbiert

Pfarrer Jochen Schade-Homann von der Segenskirchengemeinde Kemminghausen weiß: "Wir müssen wirtschaftlicher arbeiten. Angesichts der schwindenden Mitgliederzahlen und der neuen Kirchensteuergesetze können wir uns große Sanierungen einfach nicht leisten. Unsere Einnahmen haben sich in den letzten fünf Jahren nahezu halbiert. Weiterhin wird es im Jahr 2030 voraussichtlich nur noch 6500 Mitglieder anstatt der derzeitigen 8500 geben, und das sind keine rosigen Aussichten. Wir müssen uns damit abfinden, dass unsere Gemeinde kleiner und älter wird. Es gibt mehr Beerdigungen als Taufen."

Bis Sommer 2006 soll auch der anliegende Kindergarten an der Preußischen Straße geschlossen werden. "Vielleicht schaffen wir es wenigstens, eine Notgruppe in Kemminghausen am Gretelweg durchzusetzen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer bieten noch die Verhandlungen mit der Stadt, doch die hat auch kein Geld," ist Pfarrer Christoph Döhrer skeptisch.

Eine weitere Konsequenz ist, dass das zukünftige Zentrum der dreigegliederten Segenskirchengemeinde von Kemminghausen und Lindenhorst nach Eving gelegt werden soll. Dass auf diese Weise gesparte Geld " rund 350000 Euro " soll in Projekte wie die variable Bestuhlung der Kirche, den Umbau der Toilettenanlagen etc. fließen. Zur Gestaltung der Projekte wird die Gemeinde einen Architektenwettbewerb starten.

Kein Interesse

Darunter leiden wird voraussichtlich der Lindenhorster Kirchturm. Auch er benötigt Sanierungsarbeiten in der Höhe von 500000 Euro. "Wir alleine schaffen das nicht. Deshalb stehen wir auch hier in Verhandlung mit der Stadt, doch die stellt sich quer. Dezernent Ullrich Sierau hat bekundet, dass seitens der Stadt kein Interesse besteht. Das nächste Treffen in dieser Sache ist auf den 17. Oktober angesetzt. "Wir dürfen gespannt sein", so Pfarrer Jochen Schade-Homann. Ein weiterer Grund für die Verlegung des Zentrums der Kirchengemeinde zur Preußischen Straße ist der, dass die anderen beiden Gemeinden fremdfinanziert werden können. So nutzen beispielsweise die Diakonie und die umliegenden Schulen die Räume der Pfarrhäuser. So können diese wirtschaftlicher arbeiten. - Janina Wermter