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Seite drucken - Unfallversicherung muss für optimale Hilfsmittel zahlen

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Allgemeines => Allgemeine Themen und News => Thema gestartet von: Nike am 24. November 2005, 06:42:47



Titel: Unfallversicherung muss für optimale Hilfsmittel zahlen
Beitrag von: Nike am 24. November 2005, 06:42:47
Mainz (dpa) - Die gesetzliche Unfallversicherung muss ihre Versicherten mit den bestmöglichen Hilfsmitteln zum Ausgleich für gesundheitliche Unfallfolgen versorgen. Das geht aus einem aktuellen Gerichtsurteil hervor.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung sei der Anspruch nicht auf notwendige und ausreichende Leistungen beschränkt. So urteilte das Landessozialgericht Mainz in einem Urteil (AZ: L 3 U 273/04). Im vorliegenden Fall ging es um einen Kunstfuß für eine Frau, die 1943 als Jugendliche bei Arbeiten in der Landwirtschaft einen bei einer land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versicherten Unfall erlitten hatte.

Nach den Angaben war ihr als Folge des Unfalls der Oberschenkel im unteren Drittel amputiert worden. Im Lauf der Jahre wurde die Versicherte immer wieder mit Prothesen versorgt. Die Berufsgenossenschaft lehnte dann aber im November 2002 einen Antrag der Frau auf einen hochmodernen so genannten dynamischen Kunstfuß mit hoher Auftrittsdämpfung und optimaler funktioneller Fußcharakteristik ab.

Es bestehe kein Anspruch auf die neuesten und teuersten Hilfsmittel, lautete die Begründung. Im Interesse der Solidargemeinschaft der Beitragszahler müsse eine sorgfältige Kosten- Nutzen-Abwägung angestellt werden. Die Frau sei mit der ihr zuletzt bewilligten Prothese ausreichend versorgt.

Das Landessozialgericht bestätigte jetzt jedoch die Entscheidung des Sozialgerichts, das der Klägerin Recht gegeben hatte. Der von ihr beantragte Kunstfuß sei derzeit das geeignetste Mittel, um die Unfallfolgen auszugleichen. Im Recht der Unfallversicherung gelte der Grundsatz der optimalen Rehabilitation. Damit sei es der Berufsgenossenschaft verwehrt, «aus wirtschaftlichen Gründen auf weniger geeignete Hilfsmittel zurückzugreifen», teilte das Gericht in Mainz mit.