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Seite drucken - Mieten oder kaufen: Kein einfacher Vergleich

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Allgemeines => Allgemeine Themen und News => Thema gestartet von: Nike am 07. Dezember 2006, 12:30:59



Titel: Mieten oder kaufen: Kein einfacher Vergleich
Beitrag von: Nike am 07. Dezember 2006, 12:30:59
Frankfurt/Berlin (dpa/gms) - Raus aus der Wohnung, ab ins Eigenheim - so können Verbraucher auf die Dauer viel Geld sparen. Das behaupten zumindest Immobilien- und Baufinanzierer.

Doch in der Praxis sieht das oft anders aus. Verbraucherschützer warnen deshalb vor zu einfachen Rechnungen. Für den Immobilienkauf spreche vor allem die Unabhängigkeit gegenüber Mietsteigerungen, sagt Ivonn Kappel von der Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen in Berlin. «Experten sagen für die nächsten Jahre steigende Mieten voraus.» Sich dagegen zu wappnen, sei ein maßgebliches Argument fürs Eigenheim.

Ganz so einfach lasse sich der Vergleich nicht ziehen, hält Christiane Kienitz von der Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt dagegen. «In den meisten Vergleichsrechnungen tauchen bestimmte Faktoren gar nicht auf - oder sie werden unterschätzt.» Ein wichtiger Faktor bei allen Berechnungen sei zum Beispiel die Wertentwicklung einer Immobilie. «Wer eine Immobilie jetzt teuer kauft und keine Wertsteigerung erreicht, schneidet im dem Vergleich schlechter ab», erklärt Kienitz.

Berücksichtigen müssen Interessenten sowohl die Entwicklung der Mieten als auch des Kapitalmarktzinses. Beides hat Auswirkungen darauf, ob Eigentum oder Miete besser abschneidet: «Wenn die Mietersparnis geringer ausfällt, weil die Miete nicht so schnell steigt wie erwartet, sieht die Rechnung für den Eigentümer deutlich schlechter aus», warnt Kienitz. Steigt die Miete, die Kapitalmarktzinsen aber nicht, guckt der Mieter, der sein Geld angelegt hat, in die Röhre.

Corinna Merzyn vom Verband der Privaten Bauherren in Berlin warnt vor pauschalen Aussagen. Die einfache Vergleichsrechnung funktioniere nur, «wenn man sagen kann, dass man bis an sein Lebensende in der anzuschaffenden Immobilie wohnen will und sich die eigenen Bedürfnisse nicht ändern werden». Vor der Entscheidung sollten Interessenten sich daher einige wichtige Fragen beantworten, zum Beispiel ob es sie als potenzielle Käufer eines Hauses auf dem Lande im Alter vielleicht doch eher in die Stadt zieht.

Außerdem sind demografische Faktoren zu bedenken: «Wer heute kauft, muss daran denken, dass in 30 Jahren eher die geburtenschwachen Jahrgänge in dem Alter sind, dass sie kaufen wollen», sagt Merzyn. Damit sei eine geringere Nachfrage absehbar.

Diejenigen, die eine Immobilie noch im Alter bewohnen wollen, sollten zudem ihre finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen, rät Merzyn: «Die Erfahrung zeigt, dass viele Leute, die vor 30 Jahren ein Haus gekauft haben, heute im Ruhestand sind und damit weniger Geld zur Verfügung haben.» Das sei dann genau der Zeitpunkt, zu dem wahrscheinlich große Reparaturen fällig werden.

Ein Immobilienkauf könne sich aber auch lohnen, betont Kienitz. «Wenn man ausreichend Eigenkapital hat, die monatliche Belastungsgrenze nicht überschritten wird, höhere Tilgungsleistungen vereinbart werden können und die passende Kreditlaufzeit gewählt wird, ist man auf der sicheren Seite.»


Titel: Mieten oder kaufen: Kein einfacher Vergleich
Beitrag von: Nike am 07. Dezember 2006, 12:34:44
Hausbau: Baubegleitung und Planung wichtig


Berlin (dpa/gms) - Der Traum vom Eigenheim wird für viele Bauherren zum Albtraum. Denn häufig sind bei Neubauten die Kellerwände nass, oder die Dämmung ist undicht.

Die Folge sind Ärger und lange Rechtsstreitigkeiten über Ursachen und die Verantwortung. Damit es nicht zu Ärger kommt, sind genaue Vereinbarungen wichtig.

Auf durchschnittlich zehn bis zwölf Mängel kommt jedes Ein- oder Zweifamilienhaus während der Bauzeit. Bei der Abnahme sind es noch sechs bis acht, hat eine Untersuchung des Bauherren-Schutzbundes in Berlin und des Instituts für Bauforschung in Hannover im Oktober 2006 ergeben. Die Kosten für die Bauherren sind immens. Nur bei einem Drittel der untersuchten 630 Neubauten reichten weniger als 5000 Euro zur Beseitigung der Mängel aus. Ein weiteres Drittel der Fälle verschlang 5000 bis 15 000 Euro.

«Viele Probleme mit Mängeln sind auf Fehler in der Planung zurückzuführen», sagt Herbert Gottschalk vom TÜV Süd in München. Beim Hausbau mit einem Bauträger oder einem Generalunternehmen sollten Bauherren die Firma gründlich auswählen. Wichtige Kriterien bei der Beurteilung seien die Fragen, wie lange der Vertragspartner schon auf dem Markt ist und welche Referenzen er aufweisen kann.

Streit über die Qualität der Bauausführung lässt sich durch detaillierte Vereinbarungen vor Vertragsabschluss vermeiden. «Bau- und Leistungsbeschreibungen enthalten viele Tücken, die der Laie nicht durchschaut», warnt Gottschalk. Der Auftraggeber sollte auf eine ausführliche Baubeschreibung Wert legen, die präzise die verwendeten Materialien - vom Klinker bis zur Türklinke - festlegt.

«Viele Bauherren haben heute keinen Architekten mehr», sagt Kai Warnecke vom Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. 85 Prozent aller Bauvorhaben werden von Bauträgern und Generalunternehmern ausgeführt. In diesen Fällen stehe der Architekt nicht auf der Seite des Bauherrn, sondern des Unternehmers. Bauherren sollten daher grundsätzlich einen Baubegleiter heranziehen, der ihnen vom Vertragsabschluss bis zur Schlussabnahme zur Seite steht.

Nicht nur Architekten und Sachverständige bieten Baubegleitungen an. Auch der TÜV, die Dekra, der Verband privater Bauherren und der Verband Haus & Grund sind Ansprechpartner. «Wie häufig eine Baubegleitung stattfinden sollte, hängt von der Art des Bauens ab», sagt Gottschalk. Beim Bauen mit dem Bauträger reichten meist vier bis fünf Besichtigungen aus. Diese sollten immer dann angesetzt werden, wenn durch einen Bauschritt vorangegangene Arbeiten nicht mehr überprüfbar sind - etwa wenn Baugruben zugeschüttet werden.

«Bei Neubauten, bei denen die verschiedenen Gewerke einzeln vergeben werden, sollte vor dem Bezahlen der Einzelleistungen bis zu 15 Mal geprüft werden», sagt Gottschalk. Eine solche Baubegleitung kostet zirka 5000 bis 6000 Euro. Angesichts der enormen Kosten, die Mängel hervorrufen können, sei dies eine gute Investition.

«Um in Fällen von Mängeln ein Druckmittel zu haben, sollten Bauherren ihre Bauträger immer nur nach Baufortschritt bezahlen», rät Warnecke. Auf keinen Fall sollte im Vertrag eine Bezahlung in Zeitintervallen vereinbart werden. Denn bei solchen Regelungen müsse gezahlt werden, auch wenn das Unternehmen in der Zwischenzeit nicht weitergebaut hat.

Informationen: Verband privater Bauherren, Chausseestr. 8, 10115 Berlin (Tel.: 030/278 90 10, Internet: www.vpb.de); Haus & Grund Deutschland, Mohrenstraße 33, 10117 Berlin (Tel: 030/20 21 60, www.haus-und-grund.net).