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Allgemeines => Ich biete... -Wir bieten... => Thema gestartet von: Nike am 07. Dezember 2006, 13:03:03



Titel: Wie werde ich...? Versicherungskaufmann
Beitrag von: Nike am 07. Dezember 2006, 13:03:03
Kiel/München (dpa/gms) - In der Versicherungsbranche ist viel in Bewegung. Dreimal ist in den vergangenen zehn Jahren die Ausbildungsverordnung erneuert worden, zuletzt in diesem Sommer.

Seitdem hat der Beruf auch einen neuen Namen: Die Azubis werden zu Kaufleuten für Versicherungen und Finanzen ausgebildet. Die neue Verordnung lege größeres Gewicht auf Kundenorientierung, Beratungskompetenz sowie Kenntnisse bei Vorsorge- und Finanzprodukten, heißt es beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.

Nur mit Haftpflichtschäden und Teilkasko-Policen haben Versicherungskaufleute schon lange nicht mehr zu tun. Themen wie Altersvorsorge spielten schon in den vergangenen Jahren eine immer wichtigere Rolle. «Aber sie hatten in der Ausbildung noch nicht das Gewicht wie jetzt», sagt Lutz Schlünsen, Ausbildungsleiter bei der Provinzial Versicherung in Kiel. Ebenfalls an Bedeutung gewonnen hätten kommunikative Fähigkeiten.

Thomas Schubarth findet diese Akzentverschiebung durchaus positiv: Die Berufsperspektiven werden nach seiner Einschätzung eher größer, wenn sich die Lehrlinge nicht nur mit Versicherungsprodukten auseinandersetzen müssen, sagt der Auszubildende bei der HUK Coburg. Der größere Stellenwert von kommunikativen Fähigkeiten kommt ihm ebenfalls entgegen. «Kundenkontakt ist ja durchaus attraktiv.»

Schubarth wird seit Anfang September nach der neuen Verordnung ausgebildet. In den ersten Wochen hat er sich wie seine Co-Azubis vor allem in die Feinheiten der Kfz-Versicherungen eingearbeitet. «Wir haben zum Beispiel Kundengespräche zusammen mit dem Ausbilder simuliert und dann hinterher gesagt bekommen, was gut gelaufen ist und was weniger.» Als nächstes stehen Themen wie Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen an. Die Aufgaben der Versicherungskaufleute haben sich spürbar verändert: «Als ich selbst damit angefangen habe, war das ein Büroberuf», erzählt HUK-Ausbildungsleiter Michael Krauß. «Da ging es vor allem darum, Verträge zu bearbeiten. Heute ist es viel wichtiger, die Produkte zu verkaufen.»

Der Außendienst wird in der Ausbildung wichtiger, ist auch die Beobachtung von Gunther Wunderlich vom Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) in München. Lutz Schlünsen von der Provinzial sieht gerade dort auch künftig Chancen für den Nachwuchs: «Der Außendienst wird nicht verschwinden.»

Die Anforderungen an die Bewerber um einen Ausbildungsplatz sind nach Einschätzung des BWV noch gestiegen. Erwartet wird ein guter Schulabschluss mit mittlerer Reife oder Abitur. Schon jetzt sind mehr als 60 Prozent der Azubis Abiturienten. Auszubildende dürfen derzeit mit 740 Euro im ersten bis 885 Euro im dritten Jahr rechnen. Mitarbeiter im Innendienst erhalten je nach Tarifgruppe 2069 oder 2121 Euro brutto im Monat. Sowohl für Lehrlinge wie für Angestellte gibt es am 1. April 2007 eine leichte Gehaltserhöhung.

Informationen: Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft, Arabellastraße 29, 81925 München (Tel.: 089/92 20 01 30, E-Mail: info@bwv-online.de).