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Allgemeines => Allgemeine Themen und News => Thema gestartet von: Nike am 29. Dezember 2006, 19:16:28



Titel: Ein Fernabitur erfordert hohe Disziplin
Beitrag von: Nike am 29. Dezember 2006, 19:16:28
Hamburg/Berlin (dpa/gms) - Diana Bornholt hat große Pläne. «Ich will Biologie studieren», sagt die 27-jährige Hamburgerin. Allerdings fehlt der Floristin noch das Abitur. Das holt sie nun nach per Fernunterricht an der Hamburger Akademie für Fernstudien (HAF).

HAF ist eine von vier von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassenen Anbietern. «Es erkennen immer mehr Menschen, dass ohne Abitur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich schlechter sind», sagt HAF-Geschäftsführer Anno Stockem. Viele seiner Schüler wollten mit dem Fernabitur einen Fehler aus der Jugendzeit revidieren. So auch Diana Bornholt, die im Alter von 16 Jahren zu Hause auszog und eine Lehre machte. Für den Fernunterricht hat sich die Mutter von zwei Kindern wegen der großen Flexibilität entschieden. «Mein Mann ist als Zeitsoldat oft lange Zeit nicht zu Hause, deshalb kann ich keine Präsenzkurse an einem Abendgymnasium machen.»

Die zeitliche und räumliche Flexibilität sei der große Vorteil des Fernunterrichts, bestätigt Nina Gerstenberg, die Weiterbildungsexpertin der Stiftung Warentest in Berlin. «Die Teilnehmer können lernen, wann und wo sie wollen, je nachdem wie es Job und Familie zulassen.» Fernunterricht erfordert aber auch ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen. «Das unterschätzen viele Bildungsinteressierte», berichtet Gerstenberg.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn hat einen Selbstbeurteilungsbogen entwickelt, der im Internet (www.bibb.de/selbstbeurteilungsbogen) steht. Darin werden die Interessenten unter anderem gefragt, ob sie schon Erfahrung mit dem Alleine-Lerne haben und ob auch das persönliche Umfeld die Belastungen durch einen Fernkurs mitträgt.

Um das richtige Angebot zu finden, sollten sich Interessenten Informationsmaterial mehrerer Anbieter mit ihrem Fernlernziel zusenden lassen. Dabei sollten die Fernlerner auf Kosten, das Angebot ergänzender Medien, Präsenzzeiten und die Gestaltung der Lehrbriefe achten. Um die Nachteile des individuellen Lernens abzuschwächen, empfiehlt Gerstenberg, sich nach Beginn des Kurses einer privaten Lerngruppe anzuschließen oder eine zu gründen.

Wie viele von den Fernabiturienten wirklich durchhalten, wollen die Institute nicht so gern verraten. Die Regelstudienzeit liege bei 30 bis 42 Monaten je nach Kurs, sagt Dörte Giebel, Sprecherin des Instituts für Lernsysteme (ILS) in Hamburg. «Das ist ein langer Zeitraum, in dem sich bei vielen Menschen die Lebenssituation grundlegend ändern kann.» 90 Prozent von denen, die es bis in die Prüfung schaffen, bestehen diese Giebel zufolge aber auch.

Die Prüfungen finden bei externen Prüfern statt. Das ILS arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Hamburger Behörden zusammen. Zweimal im Jahr gibt es Termine für die Prüfungen der Fernabiturienten. Das sind die einzigen regulären Prüfungen. Zwischenergebnisse wie beim klassischen Abitur zählen nicht. Stattdessen müssen die ILS-Schüler bei den Abiturprüfungen ein Mammut-Programm absolvieren: vier schriftliche und vier mündliche Prüfungen. «Wir geben den Teilnehmern vorher die Möglichkeit, in einem Probelauf die Prüfungen zu simulieren», erklärt Giebel.