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Muttertag - Entstehung und Ursprung
 
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Autor Thema: Muttertag - Entstehung und Ursprung  (Gelesen 1894 mal)
Nike
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« am: 09. Mai 2007, 06:56:01 »

Stuttgart (dpa) - Der Muttertag geht in seinem Ursprung auf die Frauenbewegung in den USA und England zurück. Die Amerikanerin Ann Marie Reeves Jarvis hatte bereits 1865 unter dem Namen «Mothers Friendships Day» eine Mütterbewegung für den Frieden zu gründen versucht.

Fünf Jahre später startete Julia Ward Howe eine Initiative zum «Mütter-Friedenstag» mit dem Ziel, Söhne sollten nicht länger in Kriegen geopfert werden. Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt Jarvis Tochter Anna. Sie hatte den Todestag ihrer Mutter an einem zweiten Sonntag im Mai 1905 zum Anlass genommen, einen allgemeinen Gedenktag für alle Mütter zu proklamieren. Sie setzte schließlich diesen Mutter-Gedenktag als offiziellen kirchlichen Feiertag durch. Der damalige US-Präsident Woodrow Wilson erklärte schließlich am 9. Mai 1914 den Muttertag zum nationalen Feiertag.

In Deutschland wurde der Muttertag nach dem Ersten Weltkrieg den Leistungen der «Weltkriegsmütter» gewidmet. Die Nationalsozialisten missbrauchten den Muttertag für ihre Rassen-Ideologie und ergänzten die Feier mit Mütterweihen und der Verleihung des Mutterkreuzes. Aus diesem Grund schaffte die DDR den Muttertag ab und ersetzte ihn später durch einen Internationalen Feiertag.

In der Bundesrepublik wurde der Muttertag - stets der zweite Sonntag im Mai - betont unpolitisch als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Allerdings gab es auch dagegen kritische Stimmen, die für Mütter und Frauen «Rechte statt Rosen» verlangten. Heute wird der Muttertag zum Anlass genommen, auf die besonderen Lasten von Frauen durch Familie und Beruf hinzuweisen.
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« Antworten #1 am: 09. Mai 2007, 06:57:19 »

Berlin (dpa/tmn) - Ein Blumenstrauß, ein Parfüm oder ein Buch: Diese Geschenke sind nie ganz falsch und passen zu fast jeder Gelegenheit - auch zum Muttertag (13. Mai). Besonders originell sind sie dafür jedoch nicht.

Zum Muttertag kommt es eigentlich auf anderes an, sagte Jan Schaumann, Stiltrainer aus Berlin. «Am Muttertag stehen nicht die Geschenke im Vordergrund. Es geht um Aufmerksamkeit.» Der Muttertag ist nach Ansicht Schaumanns eine gute Gelegenheit, für die Mutter da zu sein und sich Zeit für sie zu nehmen. Denn Zeit werde im Laufe des Lebens immer knapper und wichtiger. «Viele Mütter beklagen sich, dass ihre Kinder immer nur dann kommen, wenn sie etwas wollen», sagt er. Mit einem Besuch bei der Mutter zum Kaffeetrinken sei es aber nicht getan. Denn dann stehe sie voraussichtlich wieder den ganzen Tag in der Küche, um Kuchen und Torten vorzubereiten. «Genau das sollte aber nicht passieren.»

Damit die Mutter das Beisammensein wirklich genießen kann und keine Arbeit hat, sollte ihre Kinder sie entweder nach Hause einladen oder in ein Restaurant - Abholung und Heimfahrt inklusive. Wem das zu wenig ist, der kann einen Ausflug organisieren oder einen Besuch in einem Wellness-Hotel planen. Das Hotel auszusuchen und hinterher zu bezahlen, ist laut Schaumann aber nicht genug. «Sie sollten dann schon mit dabei sein und ihre Mutter nicht nur abschieben.»

Ein ungeplanter Ausflug kann zwar viel Freude bereiten - doch nicht jeder Mensch mag Überraschungen. Außerdem sind die Wochenenden häufig verplant. Deshalb sollten die Kinder ihrer Mutter zumindest ankündigen, dass sie am Muttertag etwas mit ihr vorhaben, rät Schaumann. Was genau passiert, kann eine Überraschung bleiben.

Längst nicht alle Mütter stehen auf den Muttertag. Dennoch sollten Bemerkungen wie «Ich finde ein Tag ist nicht genug» oder «Jeder Tag ist Muttertag» Kinder nicht abschrecken. «Eine kleine Aufmerksamkeit sollten sie ihrer Mutter am Muttertag trotzdem schenken», sagt Schaumann. «Und wenn es nur ein kleiner Blumenstrauß ist.»
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