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Mann sprach Jungen an: Polizei sucht Täter jetzt mit Phantombild
 
Dortmund Eving und mehr, eine Seite für Evinger
19. November 2017, 08:43:27 *
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Autor Thema: Mann sprach Jungen an: Polizei sucht Täter jetzt mit Phantombild  (Gelesen 2036 mal)
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« am: 04. September 2007, 11:44:57 »



Dortmund (wl) – Der Fall hatte in der vergangenen Woche die Eltern im Dortmunder Süden beunruhigt: Ein Mann hatte ein Schulkind angesprochen und mit Geld und Spielzeug gelockt. Ein Klassenkamerad hatte den Jungen davon abgehalten mit zugehen. Jetzt sucht die Polizei den Mann per Phantombild.


Der Unbekannte hatte den 7-Jährigen am 23. August (Donnerstag) in Dortmund-Berghofen (Apolloweg) angesprochen. Zuerst bot er dem Kind 5 Euro, erhöhte dann sein Angebot auf 100 Euro und eine Steckfigur von Lego. Der 7-Jährige ging ein kurzes Stück mit dem Mann, rannte dann aber weg, als ihn ein Klassenkamerad rief.

Bisher fehlt eine heiße Spur auf den Täter, so die Polizei am Montag. Mit Hilfe von Zeugen konnte aber ein  Phantombild erstellt werden. Wer kennt den darauf abgebildeten Mann, bzw. kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben?

Der Mann wird wie folgt beschrieben:
- ca. 30 - 40 Jahre alt, vermutlich Ausländer, sprach gebrochen Deutsch mit deutlichem Akzent, dunkler südländischer Teint, 170 - 180 cm groß, schlanke Figur, dunkle kurze Haare, kein Bartwuchs.
- Trug bei Tatausführung eine blaue Jeanshose, blaue Jeansjacke und ein gelbes T-Shirt.
 Hinweise nimmt die Dortmunder Polizei unter 0231-132-7491 entgegen.

Tipps der Polizei für alle Eltern:
- Ängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber machen Sie ihm klar, dass es ohne Erlaubnis der Eltern bei niemandem mitgehen oder mitfahren soll.
- Ihr Kind sollte Ihnen darüber berichten, wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert worden ist oder dies trotz Ihres Verbotes getan hat. Wichtig: Keine Bestrafung!
- Erklären Sie Ihren Kindern immer wieder, dass es für Eltern wichtig ist, zu wissen, an welchen Orten und mit wem sich Kinder dort aufhalten.
- Kinder müssen lernen: Auch Erwachsenen gegenüber dürfen sie "nein" sagen. Sie sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte zu geben. Werden sie nach dem Weg gefragt, sollen sie an Erwachsene verweisen.
- Begleiten Sie Ihr Kind nicht auf allen Wegen. Das könnte den falschen Eindruck erwecken, die Welt ist nur schlecht und gefährlich und Sicherheit erlange das Kind nur im Beisein von Erwachsenen, weil es selber schwach ist.
- Schicken Sie Ihr Kind nicht allein, sondern in kleinen Gruppen zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz. Wenn doch einmal eine Begleitung erforderlich erscheint, dann nur bis zu dem Punkt, wo es auf andere Kinder trifft.
- Halten Sie Ihr Kind zur Pünktlichkeit an.
- Schauen Sie sich mit Ihrem Kind auf dem Schulweg und in der näheren Umgebung "Rettungsinseln" an: Ein Geschäft, in dem es die Kassiererin ansprechen kann, eine Straße, in der viele Menschen sind, oder ein Haus, wo es klingeln kann.
- Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Lagen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. So sollte es konkret andere Erwachsene ansprechen und um Hilfe bitten oder auch laut schreien, um Öffentlichkeit herzustellen. Versucht der Täter, Ihr Kind anzufassen, dann sollte es sich nicht verstecken, sondern wegrennen, und zwar dorthin, wo es hell ist und wo Menschen sind.
- Daher verteufeln Sie "Fremde" nicht! Ihr Kind könnte mal auf die Hilfe von "Fremden" angewiesen sein. Nicht alle "Fremden" sind böse.
- Nehmen Sie sich täglich die  Zeit, um mit Ihrem Kind über seine Erlebnisse und Sorgen zu sprechen. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es Ihnen alle Erlebnisse erzählen kann, die ihm "komisch" oder gar beängstigend vorgekommen sind.
- Kinder sollen im Alltag Respekt erfahren und Selbstvertrauen entwickeln. Erfahrungsgemäß sprechen Täter unsicher und unselbständig wirkende Kinder bevorzugt an. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es eine eigene Persönlichkeit ist mit Rechten, die kein Mensch - weder ein Fremder noch ein Bekannter - verletzen darf.

Montag, 3. September 2007 | westline
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