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Kaum Gesetze für Patchworkfamilien: Verträge helfen
 
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22. November 2017, 10:44:55 *
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Autor Thema: Kaum Gesetze für Patchworkfamilien: Verträge helfen  (Gelesen 2726 mal)
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« am: 05. September 2007, 07:57:29 »


Von Stefan Waschatz, dpa

München/Karlsruhe (dpa/gms) - Eines muss man dem deutschen
Familienrecht zugute halten: Allein auf die Ehe fixiert ist es nicht
mehr. Die Gesetze wurden dem gesellschaftlichen Wandel immer wieder angepasst. Dennoch hinken die Paragrafen der Realität oft noch ein gutes Stück hinterher. Für Patchworkfamilien und das Verhältnis von neuen und alten Partnern, von leiblichen und fremden Kindern gibt es nur wenige Vorschriften. Betroffene können sich mit Verträgen helfen.

Familien ohne Trauschein sind auf dem Vormarsch: Knapp ein Drittel der neugeborenen Kinder in Deutschland haben nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind. Hinzu kommen Kinder, deren Eltern sich später scheiden lassen. Wenn sich dann die Erwachsenen in neuen Partnerschaften zusammenfinden, möglicherweise noch neue Kinder hinzukommen, entstehen Familien, deren Struktur einem Flickenteppich gleicht und die deshalb als Patchworkfamilien beschrieben werden.

Am einfachsten - aus rechtlicher Sicht - sei es dann, wenn wieder geheiratet wird, erläutert der Münchner Rechtsanwalt Finn Zwißler. «Aber selbst dann werden die mitgebrachten Kinder nicht automatisch voll von der neuen Familie erfasst.» Vater im Rechtssinne der leiblichen Kinder seiner Ehefrau werde zum Beispiel der neue Mann nur durch eine Adoption. Und über die kann das Paar nicht allein entscheiden: «Dafür braucht man das Einverständnis des abgebenden Teils», erläutert Zwißler. Im genannten Beispiel müsste also der leibliche Vater der Adoption zustimmen.

Recht
  Foto: DAK/Wigger
Aus seiner Erfahrung würden viele Paare nach einer Scheidung oder dem Ende einer außerehelichen Beziehung ohnehin nicht so schnell eine neue Hochzeit planen, sagt Zwißler. Vielmehr reagierten seine Mandanten zurückhaltend, wenn es darum gehe, einer neuen Familie einen rechtlichen Rahmen zu geben. Er warnt aber davor, sich überhaupt keine Gedanken darüber zu machen.

Denn anders als bei der Ehe halte das Recht für Patchworkfamilien in vielen Fragen - beispielsweise beim Erb- und Unterhaltsrecht - kaum Lösungen bereit. «Automatisch passiert nichts», sagt Zwißler. Er rät Betroffenen, sich bei einem Anwalt beraten zu lassen. Paaren, die in einer Mietwohnung leben, empfiehlt er etwa, zumindest hierüber eine vertragliche Regelung zu suchen.

«Meistens ist es ja so, der eine zieht einfach bei dem anderen
ein, und so gut wie nie gibt es einen Mietvertrag.» Das könne im
Falle einer Trennung dramatische Folgen haben, sagt Zwißler.
Schlimmstenfalls müsse ein Partner - womöglich mit Kindern - von
heute auf morgen ausziehen. Auch bei größeren Anschaffungen rät er für den Fall einer Trennung zu einem Vertrag, der die Aufteilung regelt.

Patchworkfamilien würden im Alltag mit vielen ungeklärten Fragen konfrontiert, sagt Fachbuch-Autor Roman Leuthner. «Darf der neue Partner Taschengeld geben, darf er erziehen, darf er in der Schule nach den Noten des Kindes fragen? Es sollte immer so viel wie möglich im Vorfeld geklärt werden», rät Leuthner. Das Fragen nach den Noten des Kindes in der Schule zum Beispiel oder der Besuch von Elternsprechtagen stehe als Teil der Elterlichen Sorge den Sorgeberechtigten zu und das seien meist die leiblichen Eltern. Der neue Partner könne sich aber eine Vollmacht ausstellen lassen. «Damit müssen beide Sorgeberechtigten einverstanden sein», sagt Leuthner.
 
Er weist darauf hin, dass in bestimmten Fällen das Bürgerliche
Gesetzbuch die tatsächliche Bindung von Stiefeltern zu Kindern
anerkennt, auch wenn formalrechtlich keine Beziehung besteht. Sterbe zum Beispiel der sorgeberechtigte, leibliche Vater eines Kindes, der mit dem Kind und einer neuen Partnerin zusammengelebt hat, so gehe zwar häufig das alleinige Sorgerecht auf die leibliche Mutter über. Dennoch könne die Mutter nicht in jedem Fall verlangen, dass das Kind sofort zu ihr zieht. Gerichte könnten bestimmen, dass Kinder eine gewisse Zeit bei einer Bezugsperson bleiben dürfen - im genannten Beispiel wäre das die neue Partnerin des leiblichen Vaters.

Leuthner räumt ein, dass Lösungen über das Vertragsrecht nur dann funktionieren, wenn sich die beteiligten Erwachsenen einigen. «Für das Kindeswohl ist ein vernünftiger Umgang der Erwachsenen miteinander extrem wichtig.» Es komme darauf an, dass frühere Partner, also die leiblichen Väter oder Mütter, frühzeitig in die Entscheidungen einbezogen werden.

Die Mediatorin Andrea Klaas aus Karlsruhe warnt dagegen davor,
vorschnell nach rechtlichen Lösungen zu suchen. In Patchworkfamilien bräuchten die Partner zunächst einmal bis zu fünf Jahre Zeit, ihre eigene Rolle zu bestimmen, erläutert die Leiterin der Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatung Karlsruhe. «Das ist eine psychologische und keine juristische Frage.»

Patchworkfamilien müssten akzeptieren, dass für sie die Regelungen für klassische Familien nicht gelten, sagt Klaas. Es sei eher belastend, wenn neue Partner nach einer Trennung möglichst schnell wieder versuchten - zum Beispiel durch vertragliche Regelungen - dem klassischen Vater-Mutter-Kind-Modell zu entsprechen. «Die Realität ist schließlich eine andere.»

Internet: www.stieffamilien.de.

Literatur: Roman Leuthner, Mila Golubtsova: Deine Kinder - meine Kinder, Gütersloher Verlagshaus, ISBN-13 978-3-579-06431-4, 14,95 Euro.
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« Antworten #1 am: 06. September 2007, 06:53:30 »



Celle (dpa/tmn) - Lebt ein Kind in einer sogenannten Patchwork-Familie, sollte der neue Lebenspartner mit schriftlichen Vollmachten ausgestattet werden. Nur so kann er das Kind bei alltäglichen Dingen wie einem Arztbesuch oder einem Elternsprechtag in der Schule begleiten.

Darauf weist die Rechtsanwaltskammer Celle hin. In der Regel behalten geschiedene Eltern das gemeinsame Sorgerecht für ihr Kind. Derjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt, entscheidet über alle Alltagsfragen wie die Ernährung, Erziehung oder den Umgang mit Freunden. Nur bei grundsätzlichen Fragen, etwa Operationen, müssen sich die geschiedenen Eltern abstimmen.
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