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Anwohner sind total verunsichert
 
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19. November 2017, 16:11:18 *
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Autor Thema: Anwohner sind total verunsichert  (Gelesen 1625 mal)
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« am: 01. Februar 2005, 06:49:25 »

BRECHTEN - Selten erhitzt ein Straßenausbau so sehr die Gemüter wie der auf der Brechtener Straße. Die Anlieger sind verunsichert und verärgert über die Informationspolitik des Tiefbauamtes.

"Nichts brodelt heißer als die Gerüchteküche", meint Josef Disse, der in Hausnummer 250 wohnt. Er hat in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung in der Einwohnerfragestunde die Ortspolitiker aufgefordert, endlich verbindliche Pläne vorzustellen.

Alfons Küter, Hausnummer 279, kann sich dem nur anschließen. "Uns hat man den Grünstreifen, den wir 30 Jahre kostenlos für die Stadt gepflegt haben, zum Kauf angeboten. Wir haben abgelehnt. Daraufhin haben wir jetzt erfahren, dass die Planungen geändert, vor unserem Haus der Bürgersteig verschwenkt und eine Grünfläche angelegt werden werden soll. "Das ist doch Verschwendung von Steuergeldern. Eine Unverschämtheit, so mit Bürgern umzugehen. Wir haben den Eindruck, man will uns ärgern, weil wir den Kauf abgelehnt haben."

Auch Andreas Pfeiffer, der mit seiner Familie in dem 300 Jahre alten Fachwerkhaus an der Brechtener Straße 271 wohnt, kritisiert die Stadt. "Wie kann man mit dem Ausbau einer Straße beginnen, wenn das Planungs- und Bauziel noch nicht feststeht und die Änderungskosten nicht bekannt sind"" fragt er. "Wir sind erst kurz vor Weihnachten vom Liegenschaftsamt angeschrieben worden, ob wir das Grundstück, was vor vielen Jahren an die Stadt abgetreten wurde, zurücknehmen. Weil wir nicht wollten, dass dort Parkplätze gebaut und die ganze Sache für die Anlieger nocht teurer wird, haben wir uns bereit erklärt. Aber der Anwaltstermin war erst gestern Nachmittag."

Oberbauleiter Gerhard Kappert versteht die Aufregung nicht. Die Pläne seien nicht geändert worden. "Wir ziehen die Fahrbahn und die angrenzenden Bürgersteige durch. Tatsächlich werde allerdings vor dem Haus von Alfons Küter eine Grünfläche enstehen, um "die Straße optisch aufzuwerten und den alten Baum, der dort steht, zu erhalten." Mit einer Bestrafung, so Kappert, habe das nichts zu tun, denn im Bereich Wülferichstraße gebe es einen ähnlichen Fall mit Baumscheiben und Stellplätzen.

90 Prozent Kosten

Zu den Kosten für Anlieger sagte Kappert: "Im Bereich Wulfkamp bis Wülferichstraße werden die Anlieger nach dem kommunalen Abgabegesetz beteiligt. Die Kosten können variieren". Härter trifft es die Eigentümer zwischen Wülferichstraße und Im Dorfe. Sie werden nach dem Bundesbaugesetzbuch an den Kosten beteiligt. "In der Regel müssen sie 90 Prozent übernehmen, und zehn Prozent trägt die Stadt", so Kappert. - fro
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