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Ganz Eving weinte
 
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22. September 2018, 16:52:17 *
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Autor Thema: Ganz Eving weinte  (Gelesen 1909 mal)
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« am: 11. Februar 2005, 11:15:09 »

EVING - Eigentlich war es ein Tag wie jeder andere. Es war Mitte Februar, die Tage wurden nach einem kalten Winter länger.

Es war Karnevalszeit, und der Rosenmontag stand vor der Tür. Alles beste Voraussetzungen für ein fröhliches Wochenende. So erinnerte sich noch Jahrzehnte später der Bergmann "Böttcher".

Wer konnte denn auch ahnen, dass dieser sonnige Tag einer der schwärzesten und tränenreichsten Tage in der Geschichte Evings sein würde " mit 136 toten Bergleuten von der Zeche "Vereinigte Stein & Hardenberg" (besser bekannt unter Minister Stein), die durch eine Schlagwetterexplosion zu Tode kommen würden.

Rettungstrupp

Es war ca. 20.15 Uhr am Mittwoch, dem 11.2 1925, als die Werkssirenen heulten. Nur Minuten vorher meldete sich die Markenkontrolle vom Schacht 3 telefonisch bei Direktor Bruch, dem damaligen Chef der Schachtanlage. Man habe eben einen "dumpfen, schweren Knall" vernommen, hieß es. Bruch ließ sofort Alarm geben, woraufhin sich der erste Rettungstrupp vom Schacht 3 aus zur Unglücksstelle begab. Um 21 Uhr folgte ein zweiter Trupp, der sich über die Zeche Fürst Hardenberg näherte. Denn man wusste in diesen ersten Minuten nichts Genaues, aber man ahnte Schlimmes.

In den folgenden Stunden trafen auch die Grubenwehren von den benachbarten Schachtanlagen ein, sodass in kürzester Zeit mehr als 350 Retter vor Ort waren. Was zur damaligen Zeit einmalig war.

Die wegen ihrer besseren Ausrüstung zur Hilfe gerufene Berufs-Grubenwehr Rheinelbe aus Gelsenkirchen traf kurz nach 23.40 Uhr am Unglücksschacht ein und fuhr gegen ca. 0.30 Uhr zur 2. Sohle an. Hier bestand die beste Aussicht, Überlebende zu finden.

Durch sein umsichtiges Verhalten während der Explosion konnte der Bergmann Böttcher sich und einige seiner Kumpel vor dem sicheren Tod retten, da er sie aufforderte, sich in Richtung Wettertüren zu begeben und sich dort flach auf die Sohle (Boden) zu legen, und wenn eben möglich ein Tuch über den Mund zu halten. Sie waren die einzigen Überlebenden dieses Unglückes.

Im Zuge der tragischen Bergungsarbeiten wurden in den nachfolgenden Stunden und Tagen noch 136 treue Knappen tot aus den Unglücksstollen geborgen. Die Waschkaue wurde zur Aufbahrung der Verunglückten genutzt. Zur Identifizierung hatte man sich entschlossen, nur die männlichen Angehörigen vorzulassen.

Um den Angehörigen das Beileid auszusprechen, kamen an den darauffolgenden Tagen Politiker, Würdenträger und Abordnungen aus dem In- und Ausland. Unter anderem auch Reichskanzler Dr. Hans Luther, dem man erklärte, wie eine solch gewaltige Explosion entsteht.

Tausende Bürger begleiteten die Toten zur letzten Ruhestätte. Der Trauerzug zog sich durch ganz Dortmund zum Hauptfriedhof, wo die große Trauerfeier stattfand. Anschließend ging es Richtung Eving, Brechten, Lindenhorst und Kirchderne, wo die Särge beigesetzt wurden.

Durch dieses tragische Unglück verloren 86 Kinder ihre Väter und 46 Ehefrauen ihre Männer. In den Jahren 1927/28 wurden auf den Friedhöfen in Eving und Kirchderne Denkmäler für die Opfer des Bergwerksunglücks errichtet.

Dass die Toten auch heute noch nicht vergessen sind, sieht man an der aufopfernden Pflege durch die Knappenvereine, Grubenwehren, Heimatvereine, Parteien und alle anderen ehrenamtlichen Helfer. - OLY

Quelle: Klartext Verlag, Essen 1993, ISBN 3-88474-157-8, "Minister Stein " Fürst Hardenberg," Die Geschichte des letzten Dortmunder Bergwerks, 1918-1987. Teil 2.
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