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"Griffs Security" im Visier der Staatsanwaltschaft
 
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19. November 2017, 14:10:01 *
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Autor Thema: "Griffs Security" im Visier der Staatsanwaltschaft  (Gelesen 7589 mal)
Nike
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« am: 21. Juni 2005, 12:42:37 »

""Einst hat er selbst Leute observiert, nun ist er ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft geraten: Stephan B., Geschäftsführer des Dortmunder Sicherheitsunternehmens "Griffs Security".

Die Staatsanwaltschaft hat gegen B. ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: Unterschlagung, Veruntreuung und betrügerische Insolvenz. Gestern hat das Unternehmen Insolvenz beantragt. Am Sonntagabend ist der 27-jährige in der Nähe von Hagen vorläufig festgenommen worden. In der Fahndung auch mehrere seiner Autos. Das erklärte Oberstaatsanwalt Heiko Oltmanns auf WR-Anfrage. Die Polizei hatte nach Stephan B. gesucht. Heute folgten Durchsuchungsmaßnahmen seiner Unternehmensräume, sowohl am neuen Firmensitz in Lüdenscheid (seit Anfang 2005) dem alten an der Schäferstraße in Dortmund sowie in seinen Privaträumen.

Das Verfahren hatte die Steuerfahndung ins Rollen gebracht. Und so wurden Polizei und Staatsanwaltschaft aktiv. Dem Verlauten nach soll sich das Sicherheits-Unternehmen, das für viele namhafte Unternehmen NRW- und zum Teil auch bundesweit tätig ist, seit geraumer Zeit in finanziellen Schwierigkeiten befinden.

"So wie es zur Zeit aussieht wird wohl kein Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen werden", führte Heiko Oltmanns aus. Die Entscheidung musste, da B. am Sonntagabend festgenommen worden war, noch bis Montagabend fallen.

Den Einstieg in die Sicherheitsbranche erfolgte für Griffs Security bei einer Beachparty des Stadtsportbundes vor ein paar Jahren, bei dem B. zusammen mit Kollegen der Dortmunder Giants, bei denen der 27-Jährige spielte, für Sicherheit sorgte. Nachdem er den Job sehr gut erledigte, kamen immer mehr Anfragen. Mittlerweile hat das Unternehmen fast 200 Mitarbeiter beschäftigt. Ob beim VW-Forum (Castrop), bei der großen Party des Autozubehörlieferanten D & W (Wattenscheid) - Sicherheit war bei vielen gefragt.

"Griffs Security" deckte eine breite Palette ab: Veranstaltungsservice, Bewachungen, Alarmverfolgung, Observationen, Personenschutz oder auch Werttransporte.
20.06.2005   Von Andreas Winkelsträter
""
Quelle: W. Rundschau
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« Antworten #1 am: 21. Juni 2005, 15:03:24 »

und nachdem der Stadtsportbund anscheind Griffs damals "fit gemacht" hat, wechselte zufällig im Jahr 2004-05 ?, der ehamlige Hauptgeschäftsführer des SSBs zu Griffs...

Quelle Ruhr Nachrichten:

""Michael Libor arbeitet nicht mehr in Diensten der Stadt Dortmund. Der ehemalige Hauptgeschäftsführer des StadtSportBundes (SSB) wechselte Ende 2004 von der VHS zu einem privaten Sicherheitsunternehmen.

Freilich nicht ohne Netz und doppelten Boden. Die Stadt rollte ihrem Angestellten erneut einen roten Teppich aus und polsterte ihn zusätzlich mit weichen Kissen. Will heißen: Libor kann binnen Jahresfrist zurückkehren.

Die Personalie Libor hat die Stadt zwei Jahre lang auf Trab gehalten. Bereits Ende 2001 war der Hauptgeschäftsführer des StadtSportBundes im Zusammenhang mit den finanziellen Machenschaften des früheren SSB-Präsidenten Klaus Henter, der als Libors Ziehvater galt, ins Zwielicht geraten. Es ging um Unter-der-Hand-Kredite, Aktien-Deals, Untreue. Während der Prozess gegen Henter, auch Ex-Chef des Deutschen Schwimm-Verbandes, bis heute nicht begonnen hat, wurde das Untreue-Verfahren gegen Libor gegen 1800 Euro Geldbuße eingestellt. Begründung: Zwar habe er seine Kontrollfunktion nicht wahrgenommen, andererseits aber auch nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet.

In seiner Funktion als Geschäftsführer der inzwischen aufgelösten Bad&Sport GmbH stand Libor bald darauf erneut vor Gericht. Der 14-jährige Mohamed Hida war im Hardenberg-Bad in ein ungesichertes Ansaugrohr geraten und ertrunken. Libor wurde freigesprochen. Die Berufung steht aus.

Nachdem der SSB gegen allen Druck aus Politik und eigenen Reihen bis zuletzt an Libor festgehalten hatte, gab er im April 2004 den "einvernehmlichen Wechsel" Libors zur Volkshochschule bekannt. Von einer "interessanten Offerte" war die Rede. Konkret: Libor sollte bei der VHS ein Qualitätsmanagement aufbauen. So interessant kann die Offerte aber wohl doch nicht gewesen sein, denn zum 30.November warf Libor seinen neuen Job schon wieder hin. Er arbeitet jetzt als Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma im Sauerland.

Mit maximaler Sicherheit im Rücken. Scheitert er dort, kann er abermals zurückkehren. Die Stadt hat ihn für ein Jahr beurlaubt. Welche Position sie dann für Libor finden würde... Sein Job bei der VHS ist jedenfalls neu ausgeschrieben. - Frank Fligge""

Ich finde das alles ein bischen "komisch",  vorallem den ersten Text vonne Rundschau.....
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« Antworten #2 am: 21. Juni 2005, 15:30:12 »

""Private Sicherheitsfirma im Visier der Staatsanwaltschaft



Michael Libor, Ex-Schwiegersohn von Ex-Oberbürgermeister Günter Samtlebe und Ex-Geschäftsführer des durch Skandale gebeutelten Stadtsportbundes (SSB) und dessen Tochter Bad & Sport GmbH, hat wieder Probleme.

Nur wenige Monate, nachdem Ex-Sportlehrer Libor der Stadt (VHS) - in deren sicheren Arbeitgeber-Schoß er nach seinem Ausscheiden beim SSB zurückgekehrt war - den Rücken kehrte, um in die freie Wirtschaft zu wechseln (die WAZ berichtete), ist sein Arbeitgeber nicht mehr frei: Der Chef der "Griffs Security GmbH", die bis Ende letzten Jahres ihren Sitz im Hafengebiet hatte und dann nach Lüdenscheid umzog, wurde am Wochenende festgenommen. Wie die zuständige Dortmunder Staatsanwaltschaft auf Nachfrage erklärte, werde gegen den Geschäftsführer wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Nach Informationen der WAZ soll der Geschäftsführer einen Millionenbetrag "verschoben" haben - Gelder, die von dem Sicherheitsunternehmen von A nach B transportiert werden sollten, aber nie vollständig ihr Ziel erreichten. Ein Vorwurf, der bereits im Herbst 2004 gegenüber der Dortmunder Polizei erhoben worden war. Ebenso wie der Vorwurf, dass Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens mit Waffen Dienst verrichteten - ohne dazu berechtigt zu sein. Im Herbst ´04 war das damals noch in Dortmund ansässige Unternehmen deshalb Ziel eines großen Polizeieinsatzes.

Libor hatte als Geschäftsführer von SSB und Bad & Sport bereits Geschäftsbeziehungen zu seinem heutigen Arbeitgeber: Etwa bei der Bewachung des Freibades Stockheide, das von Bad & Sport betrieben wurde, waren Kräfte des privaten Sicherheitsunternehmens eingesetzt worden.

Auf die Nachfrage der WAZ, ob er die Entwicklung bei der Griffs Security GmbH, die gestern Insolvenz anmeldete, zum Anlass nehmen werde, von seinem Rückkehrrecht zur Stadt ein weiteres Mal Gebrauch zu machen, antwortete Libor, der bei "Griffs" in führender Stellung ist, gestern mit einem knappen "Kein Kommentar". An Geschäftsbeziehungen als Bad & Sport-Geschäftsführer mit seinem heutigen Arbeitgeber mochte sich Libor nicht erinnern: "kein Kommentar". SSB-Vorstands-Chef Thomas Kurschilgen versicherte der WAZ, die Akten zu prüfen. JAL""
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« Antworten #3 am: 15. November 2005, 16:46:23 »

""Die Rückkehr ist perfekt: Michael Libor (48) wird ab 1.Dezember wieder für die Stadt Dortmund arbeiten " im Regionalen Bildungsbüro, Fachbereich Schule.

"Schwerpunkt seiner Arbeit wird das Projekt "Gesundheitsförderung an Schulen" sein, das zunächst auf drei Jahre befristet ist", erklärt Stadtsprecher Udo Bullerdieck. Die Stelle wurde neu geschaffen " nicht für Libor, sondern für das Projekt, wie Bullerdieck betont. Zudem wird sich der ehemalige Geschäftsführer des StadtSportBundes (SSB) um die Konzepte "Zeitgewinn" und "Dortmunder Kinder. besser essen. mehr bewegen" kümmern, mit denen gesundheitlichen Fehlentwicklungen von Schülern vorgebeugt werden sollen.

"In einem längeren Gespräch" mit der Leitung des Schulverwaltungsamtes sei man zu der gemeinsamen Einschätzung gekommen, dass die Ausbildung Libors als Lehrer (Sport und Erdkunde) und seine Sport geprägte Berufserfahrung "sehr gute Voraussetzungen für die gemeinsame Arbeit" bilden, hieß es.

Der Ex-Geschäftsführer des SSB und der inzwischen aufgelösten Bad und Sport GmbH hatte nach seinem Abgang im April 2004 einen Posten bei der Volkshochschule angetreten. Nach gut einem halben Jahr wechselte Libor zu einem Sicherheitsunternehmen in Lüdenscheid " mit der Option, innerhalb eines Jahres zu alten Konditionen (BAT III, ca. 3100 Euro ohne Zuschläge) zurückkehren zu dürfen. Die "Griffs Security" meldete Insolvenz an, Libor seine Rückkehr.

Heute steht Michael Libor erst einmal wieder vor Gericht: Er muss sich am Vormittag vor dem Landgericht wegen des Todes von Mohammed Hida ("14) verantworten. Vom Amtsgericht war er vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden, Mitte des Jahres platzte die Berufungsverhandlung, weil ein Schöffe nicht mehr erschien. Der Laienrichter ist übrigens bis heute nicht mehr aufgetaucht, er soll aber die Verfahrenskosten und ein Ordnungsgeld zahlen.

Henter vor Gericht

Vor Gericht steht ab heute auch Libors Ex-Chef Klaus Henter. Der ehemalige SSB-Präsident muss sich wegen Untreue vor dem Landgericht verantworten. Libor war Anfang 2004 von dem Vorwurf der Beihilfe gegen eine Geldbuße von 1800 Euro freigesprochen worden. - weg""
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« Antworten #4 am: 17. Dezember 2005, 21:15:03 »

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« Antworten #5 am: 26. März 2006, 00:23:10 »

Heros war kein Einzelfall
Kunden müssen sich möglicherweise Mitverschulden anrechnen lassen

Von Werner Czaschke

Die kriminellen Tricks, wie sie Heros anwandte, sind nicht neu. Das sagt der Mülheimer Versicherungsmakler Bernd Schäfer. Seit Jahren beschreibt er die Tricks von Geldtransportunternehmen, die ebenfalls Kundengelder veruntreuten, wenn auch nicht so viel wie Heros.
Geldtransporter; Rechte: dpaBild vergrößern

Geldtransporter der Firma Heros

Als erstes führt er den Fall der Regensburger Geldtransportfirma Krutina an. Vor fünf Jahren flog die Unterschlagung auf, der Chef wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Gesamtschaden damals: rund 6,5 Millionen Euro. Pikant: Krutina agierte seinerzeit als Subunternehmer für Heros. Als sie pleite machte, stieß Heros in die Lücke und fasste fortan auch Fuß auf dem bayerischen Markt. Nur die örtliche Lokalpresse nahm damals überhaupt Kenntnis vom Kriminalfall Krutina. Bernd Schäfer wollte seinerzeit die ganze Branche warnen, ahnte damals schon Unkorrektheiten auch bei Heros. Der Versicherungsmakler versuchte sich als Märchenerzähler: Für ein Fachblatt verfasste er ein Märchen von "wohlfeilen Fuhrmännern und gierigen Kaufleuten". Doch die von Schäfer erhoffte Wirkung blieb aus.
Der "Fall Griffs"

Wenig später dann der nächste Unterschlagungsfall: Die Lüdenscheider Geldtransportfirma Griffs geriet im Sommer 2005 ins Visier der Ermittler. Immer wieder gab es hier seltsame Verzögerungen bei den Einzahlungen der eingesammelten Kundengelder. Nach Berechnungen der Dortmunder Staatsanwaltschaft fehlen hier über neun Millionen Euro. "Ein Loch wurde mit dem anderen gestopft", erklärte die Dortmunder Staatsanwältin Ina Holzrichter. Der Geschäftsführer von Griffs sitzt seit letztem Sommer in Untersuchungshaft. Ein Loch mit dem anderen stopfen - die Methode auch im Fall Heros. Einziger Unterschied: Bei Heros geht es nicht um sechs oder neun Millionen Schäden, sondern um über 300 Millionen. Noch ist unklar, bis zu welcher Haftungshöhe Heros überhaupt versichert war.
Neuerliche Warnungen
Video

    * Audio: Heros-Skandal: Können geschädigte Kunden ihr Geld zurück bekommen?
      [WDR5 Morgenecho (01.03.2006); 3'34]
    * Video: Heros: Warnung vor Pleite?
      [Aktuelle Stunde (28.02.06); 2'44]

Nach dem "Fall Griffs" griff Bernd Schäfer letzten Herbst erneut zur Feder, wurde diesmal deutlicher - ohne allerdings den Namen "Heros" zu nennen. In zwei weiteren Artikeln warnte er die Kunden von Geldtransportfirmen eindringlich davor, verzögerte Einzahlungen einfach zu akzeptieren und in den dann fälligen Strafzinsen gar noch ein gutes Geschäft zu wittern. Damit würden sie die eigenen Schäden mitverschulden, was teuer werden könnte. Lidl verstand und kündigte bei Heros. Rewe dagegen ließ Heros weitermachen. Schon jetzt scheint klar. Auf viele Heros-Geschädigte könnten im Kampf um eine Versicherungsentschädigung jahrelange Prozesse zukommen, um zumindest einen Teil ihrer Schäden erstattet zu bekommen. Und der eine oder andere allzu leichtfertige Heros-Kunde könnte da auch ganz leer ausgehen.
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« Antworten #6 am: 15. Juni 2006, 22:03:29 »

Millionen von Kunden veruntreut

Seine Firma symbolisierte Sicherheit und Verlässlichkeit, doch anscheinend hat der 29-jährige Geschäftsführer diese Ideale mit Füßen getreten: Wegen Unterschlagung in Millionenhöhe muss sich der Ex-Chef eines großen Dortmunder Security-Unternehmens seit gestern vor dem Landgericht verantworten.

Zwischen 2002 und Ende vergangenen Jahres soll der bullige Mann einen Gesamtschaden von über zehn Millionen Euro angerichtet haben. Laut Staatsanwalt griff er immer wieder auf die Tageseinnahmen seiner Kunden (Rewe, Mc Donalds, Commerzbank, Blumen Risse etc.) zu, um kurzfristige Finanzlöcher zu stopfen. Sein Verteidiger Georg Grosser sagte gestern: "Er musste seinen Betrieb von Anfang an defizitär führen, weil er Dumping-Angebote machen musste, um überhaupt an Aufträge zu gelangen." - von

Dienstag, 13. Juni 2006  |  Quelle: Ruhr Nachrichten (Dortmund)
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« Antworten #7 am: 15. Juni 2006, 22:04:43 »

>
>
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>
>
>
>
> Montag, 12.06.2006
>
>
>
> Poker mit Millionen und Diamanten
>
>
>
>
>
>
> Nein, eine Yacht in der Karibik habe er nicht. Auch kein Haus auf
> Mallorca. Die rund zehn Millionen Euro, die der 29-Jährige nach eigenem
> Geständnis unterschlagen hat, seien komplett in die Firma geflossen. So
> die Einlassung eines gescheiterten Unternehmers vor Gericht.
>
>
> Die Firma, das ist ein Unternehmen für Geldtransporte, das der Angeklagte
> unter dem Firmentitel "GriffŽs Security" zunächst an der Schäferstraße in
> Dortmund und später in Lüdenscheid führte. Mit 150 Mitarbeitern und jeder
> Menge lukrativer Auftraggeber. Dass sie trotzdem Pleite ging, schreibt die
> Staatsanwaltschaft dem mangelnden wirtschaftlichen Verständnis des jungen
> Chefs zu. Dessen Fahrt ins volle Risiko landete 2005 nach einer
> Selbstanzeige im Knast. "Ich wusste nicht mehr weiter. Mir ist alles über
> den Kopf gewachsen," erklärte er gestern zum Prozessauftakt vor der III.
> Wirtschafts-Strafkammer.
>
> Und in der Tat: Eigentlich war das Security-Unternehmen von vornherein ein
> totgeborenes Kind. Bereits nach der ersten Autopanne des
> Uralt-Geldtransporters musste der Chef sich an anvertrautem Geld
> vergreifen.
>
> Ein Loch mit dem anderen gestopft
>
> Da war noch das Blumencenter Augsburg sein einziger Kunde. Später folgten
> Blumen Risse, die Commerzbank, der Flughafen Dortmund, Jeans Fritz,
> MacDonalds, Rewe und die Volksbank - um nur einige zu nennen. "Es war wie
> ein Rausch. Ich musste einfach weiter machen," sagt er. Und das
> funktionierte nach dem Schneeballsystem: Ein Loch wurde mit dem anderen
> gestopft. Und so ging es immer weiter. Bis im Juni 2005 eine Kontrolle
> anstand. Da fehlten bereits 7,8 Millionen. Außerdem waren 188 Diamanten
> spurlos verschwunden und die GmbH kräftig überschuldet. Das alles gibt der
> Angeklagte unumwunden zu.
>
> Lediglich den Vorwurf, er habe zum Schluss bei Nacht und Nebel noch eine
> Million aus dem Büro-Tresor an die Seite geschafft, bestreitet er: "Im
> Tresor lagen doch 20 Millionen. Warum hätte ich mich mit einer begnügen
> sollen?" Das macht Sinn, aber Unsinniges gabŽs eben auch im Verhalten des
> Angeklagten. Beispielsweise, als er in einem Brief aus der U-Haft eine
> unschuldige Ex-Angestellte spaßeshalber beschuldigte, Geld für ihn
> gebunkert zu haben. Es war halt so öde im Knast. Daran wird er sich
> gewöhnen müssen - wenn ihn im August sein Urteil ereilt.12.06.2006    Von
> Christina Füssmann
>
>
>
>
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