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Zu nachgiebige Erziehung kann später Depressionen auslösen
 
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18. August 2018, 07:51:15 *
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Autor Thema: Zu nachgiebige Erziehung kann später Depressionen auslösen  (Gelesen 1825 mal)
Nike
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« am: 03. August 2005, 21:07:19 »

Weil der Stadt (dpa/gms) - Ein inkonsequenter Erziehungsstil kann bei Kindern zu Depression führen. Geben die Eltern zu oft nach, sind die Kinder später in Familie und Beruf häufig unsicher, sagt die Psychiaterin Christa Schaff in Weil der Stadt (Baden-Württemberg).

Den Kindern fehle dann der rote Faden im Leben, erklärt die Vorsitzende des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP). Die Folge könnten tiefe Selbstunsicherheit und Depressionen sein.

«Gibt es verbindliche eindeutige Regeln, fällt es den Heranwachsenden leichter, um dieses Gerüst die eigene Persönlichkeit zu entwickeln», sagt Schaff. Indem sie Grenzen setzen, schützen Eltern ihre Kinder vor Gefahren wie dem Drogenkonsum und sich selbst vor Kräfte zehrenden Machtkämpfen. Die aufgestellten Regeln sollten aber einsichtig und verständlich sein, damit sie von den Kindern eingehalten werden können, sagt Schaff. Auf dieser Basis ließen sich Konflikte austragen, die notwendigerweise zur Erziehung gehören.

Wenn sich der Heranwachsende in einem positiv ausgetragenen Konflikt durchsetzt, stärke das sein Selbstvertrauen und das Vertrauen der Eltern, so Schaff. Mütter und Väter können zum Beispiel dann von den aufgestellten Regeln abweichen, wenn sie veraltet sind oder das Kind gute Argumente dagegen vorbringt.

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« Antworten #1 am: 18. Juli 2006, 15:45:00 »

Kinder nicht gedankenlos loben

München/Hamburg (dpa/gms) - Kinder sollten nur dann gelobt werden, wenn es dafür wirklich einen Anlass gibt. Der Grundsatz «Viel Lob und wenig Tadel» gelte nur für kleinere Kinder, sagte Prof. Rolf Oerter von der Universität München der Zeitschrift «Eltern».

Je älter das Kind sei, desto genauer sollten Eltern das Lob dosieren. Anerkennung sei für das Kind nur dann wertvoll, wenn der Lobende es auch wirklich ernst meine. So sei es zwar richtig, einen Zweijährigen zu loben, wenn er ein schwieriges Puzzle fertig gestellt hat, heißt es. Dies gelte jedoch nur für das erste und nicht für das fünfte Mal. Sonst frage sich das Kind, ob der Erwachsene ihm die Leistung nicht mehr zutraue. Auch sollte so konkret wie möglich gelobt werden, beispielsweise der gelungene Zahn des gemalten Elefanten als pauschal das «schöne Bild».
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