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Windeln wechseln statt feiern: Junge Eltern müssen sich umst
 
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15. Juli 2018, 22:15:54 *
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Autor Thema: Windeln wechseln statt feiern: Junge Eltern müssen sich umst  (Gelesen 2019 mal)
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« am: 07. Dezember 2006, 12:59:15 »

Berlin (dpa/gms) - Eine Party am Samstagabend: Die Gäste sind Anfang 20, trinken Bier und tanzen. Zwischendrin tobt ein 4-jähriger Junge. Niemand findet das ungewöhnlich.

Wer da so fröhlich zwischen den Beinen der Gäste spielt ist Paul, der Sohn der 23-jährigen Tina aus Berlin. Sie ist eine junge Mutter, das weiß sie. Aber sie hat sich damit arrangiert.

«Zuerst war es natürlich ein Schock für mich», erzählt Tina über die ungewollte Schwangerschaft vor vier Jahren. «Ich war doch erst 19.» Eine Abtreibung sei für sie nicht in Frage gekommen. Ihr kleiner Paul sei das Beste, was ihr im Leben passiert ist. Trotzdem war das erste Jahr nicht einfach. «Doch glücklicherweise hatte ich ja meine Mutter.» Sabine, die mit 45 Jahren noch junge Großmutter war immer für ihre Tochter da. «Wenn Tina mal wieder ausgehen wollte, habe ich den Babysitter gespielt», sagt sie.

Probleme gab es fast nur mit den Finanzen. Der Vater war nicht bereit, Unterhalt zu zahlen. Also wandte sich Tina an den Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in Berlin. Wer Mitglied im VAMV wird, dem steht ein deutschlandweites Netzwerk an Beratungsstellen und Treffs zur Verfügung. «Wir schaffen eine Plattform für ein soziales Umfeld junger Eltern», sagt Jochen Hille vom VAMV. Das habe viele Vorteile, denn dadurch können zum Beispiel die Kinder zu den neu gewonnen Freunden gegeben werden - wenn die Großeltern mal keine Zeit haben. Viel wichtiger sei aber der Austausch untereinander. «So erfahren die jungen Eltern, wie man mit Erziehungsproblem umgeht.»

Der VAMV bietet Beratung bei finanziellen Fragen. Er weist beispielsweise darauf hin, dass es neben dem Kindergeld auch einen Kinderfreibetrag gibt. «Zwar verdiene ich nicht genug um jährlich bis zu 8000 Euro Steuern einzusparen, aber ein bisschen lässt sich dadurch schon gewinnen», sagt Tina. Viel wichtiger war für sie die Verlängerung ihres BAföGs. «Das war als Student praktisch, weil mein BAföG ausgelaufen ist, durch das Kind aber doch verlängert wurde.»

Beim Verband hat Tina auch in Erfahrung gebracht, dass der Staat den Unterhalt vorschießt, wenn nachgewiesen wird, dass der Vater des Kindes nicht in der Lage ist, den monatlichen Betrag zu zahlen. «Das hat mein Leben erheblich einfacher gemacht. Mit BAföG und Unterhalt vom Staat konnte ich in Ruhe studieren.»

Hilfe gibt es auch bei Pro Familia. «Jährlich erreichen uns bis zu 20 000 Anrufe von Ratsuchenden», erklärt Petra Winkler, Sexualpädagogin bei Pro Familia in Berlin. Die Aufgabe von Pro Familia sei aber nicht, ein soziales Netzwerk zu schaffen, sondern Rat zu geben. Dafür stehen dem Anrufer Ärzte, Psychologen und Sozialarbeiter zur Verfügung. «Am Donnerstag haben wir eine Sprechstunde für Jugendliche und junge Erwachsene eingerichtet», sagt Winkler. Pro Familia begleite zudem junge Familien und stehe den Eltern bei Problemen zur Seite. «Angefangen bei Erziehungsproblemen, bis hin zur Lösung von finanziellen Missständen.»

Mit finanziellen Problemen muss sich der 22-jährige Eje Stabler aus Berlin nicht herumschlagen. Seine mehr als zehn Jahre ältere Freundin hat einen festen Job als Rechtsanwaltsgehilfin. Schwierigkeiten gebe es nur mit der zehn Jahre alten Tochter. «Es ist kompliziert für mich, auf das Kind meiner Freundin einzugehen. Ich könnte ja fast ihr Bruder sein», sagt Stabler.

Schwierig ist auch die Lebensplanung: Während Eje Stabler noch dabei ist, einen Studienplatz oder eine Ausbildungsstelle zu bekommen und oft Abends unterwegs ist, geht seine Freundin zu Hause familiären Pflichten nach. «Streit gibt es eigentlich nur, wenn wir mal wieder völlig unterschiedliche Abendplanungen haben.»

Doch Stabler ist sich sicher, dass sie dieses Problem auch lösen werden. Nur gelegentlich wünscht er sich, dass alles ein wenig einfacher wäre. «Mit meiner Rolle als Vater in spe habe ich Probleme.» Und manchmal möchte er mit seiner Freundin einfach nur Hand in Hand durch den Park spazieren. «Doch meist fehlt die Zeit dafür», erklärt er.

Jochen Hille rät jungen Eltern, nicht zu verzweifeln. «Es gibt für jedes Problem eine Lösung.» Das wissen auch Tina und Eje. «Bei allen Schwierigkeiten gibt es immer wieder Momente, die wunderschön sind», erklärt Tina. Welche Rolle spiele schon ein ungedecktes Konto, Stress im Studium oder eine verpasste Party, wenn Paul seine ersten Schritte gemacht hat? «Diese Erlebnisse entschädigen für all den möglichen Kummer», sagt sie.
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« Antworten #1 am: 19. März 2007, 12:24:51 »

Studie zum Rollenverständnis: Neue Väter hat das Land

Frankfurt/Main (dpa) - Kaum ein Bereich der Gesellschaft hat sich in den vergangenen 50 Jahren so stark gewandelt wie die Vaterschaft. Am Frankfurter Institut für Sozialforschung haben sich zwei Soziologen auf die Suche nach dem modernen Vater gemacht.

«Den» neuen Vater haben Andrea Bambey und Hans-Walter Gumbinger nicht gefunden - im Gegenteil. Als Kennzeichen moderner Vaterschaft gilt unter Soziologen vor allem die Vielfalt möglicher Gestaltungen dieser Rolle. «Früher war das Rollenbild fester gefügt, heute gibt es ein riesiges Spektrum an Vätertypen», sagt Bambey. «Männer müssen nicht nur entscheiden, ob sie Vater sein wollen, sondern auch, wie sie ihre Vaterschaft leben möchten», ergänzt Michael Matzner, der an der Uni Heidelberg und der Fachhochschule für Sozialwesen Mannheim arbeitet.

Das macht die Sache nicht leichter. Die Wahlmöglichkeiten scheinen die Väter bisweilen eher zu verunsichern, statt ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Bambey und Gumbinger werteten für ihre Studie «Neue Väter» 1500 Fragebögen aus und interviewten 23 Elternpaare. Ergebnis: 40 Prozent der Männer empfanden ihre Vaterschaft als misslungen oder hatten zumindest ein distanziertes Verhältnis dazu.

Manchmal ist der Grund für dieses Scheitern der eigene Vater. «Die Männer haben oft keine positiven Vorbilder, weil sie ihre eigenen Väter entweder als kaum präsent oder aber als extrem autoritär erlebt haben», sagt Gumbinger. Vater-Sein sei auch deshalb schwieriger geworden, «weil den Vätern heute Fähigkeiten abverlangt werden - wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen -, die sie in ihrer Sozialisation nicht erworben haben.»

Wie eine Billardkugel muss der moderne Vater seinen Weg suchen zwischen den verschiedenen «Banden» Partnerin, Gesellschaft, Kollegen und Kind. «Die verschiedenen Anforderungen sind schwer in Einklang zu bringen. Der Mann bekommt sehr unterschiedliche Signale», sagt Gumbinger. So wollten viele Frauen, dass ihre Männer sich mehr engagieren, fänden einen Hausmann dann aber doch nicht so sexy. Und obwohl Väterbeteiligung inzwischen gesellschaftlich gewollt sei, würde eine Elternzeit von Vätern von vielen Chefs nicht akzeptiert.

Die Soziologie hat das Thema Vaterschaft spät entdeckt: «Erst seit den 90er Jahren wird die Beteiligung von Vätern an der Erziehung differenzierter erforscht», sagt Matzner. Im 19. Jahrhundert verstanden sich Väter als Beschützer, Ernährer und Lehrer ihrer Kinder. Erst mit der Industrialisierung wurden Väter zu Berufsmenschen und überließen der Mutter die Erziehung. In den 80er Jahren kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Männer «ihre Vaterrolle faktisch als Nebenrolle einstufen».

Als jüngste Entwicklung hat die Soziologie nun die Ausdifferenzierung des Vaterbildes ausgemacht. Matzner interpretiert diese Entwicklung schlicht als «Folge einer pluralistischen und individualisierten Gesellschaft». Bambey glaubt, auch Frauen hätten die Entwicklung in Gang gebracht: Als sich die Mütter emanzipierten, studierten und arbeiten gingen, wurden die Väter zwangsläufig mehr in die Pflicht genommen.

Sechs Grundtypen haben Bambey und Gumbinger bei ihrer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Studie herausgeschält. Der «egalitäre Vater» lehnt die traditionelle Rollenverteilung ab, fällt aber trotzdem oft in klassische Familienstrukturen zurück. Der «fassadenhafte Vater» zeigt sich hinter der Fassade des gewissenhaften Vaters eher hilflos. Der «randständige Vater» steht im Dreieck Vater-Mutter-Kind weit draußen. Der «unsichere Vater» reagiert oft gereizt und ungeduldig. Der «traditionelle Vater» zieht sich auf die Ernährerrolle zurück. Der «partnerschaftliche Vater» engagiert sich stark.

Porträts solcher Vatertypen werden Teil eines Buchs sein, das Bambey und Gumbinger derzeit schreiben. Ihre Fragebögen hatten sie an Grundschulen im Rhein-Main-Gebiet verteilt. Tipps für eine erfolgreiche Vaterschaft können und wollen die Forscher nicht geben. Es gebe kein Lernprogramm für Vaterschaft, sagt Bamb
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